Regionaler Meerespark "Costa degli Dei”

Park
Ylenia Fabietti
Der Regionale Meerespark „Fondali di Capocozzo – S. Irene – Vibo Marina – Pizzo – Capo Vaticano – Tropea“, allgemein bekannt als Meerespark „Costa degli Dei“, umfasst einen der bekanntesten Abschnitte der tyrrhenischen Küste Kalabriens in der Provinz Vibo Valentia. Als Hüter einer außergewöhnlich reichen Meeresflora und -fauna sind die Meeresböden des Parks ein wahres Paradies für Tauchbegeisterte, auch in größeren Tiefen. Innerhalb des Regionalen Meeresparks „Fondali di Capocozzo“ gibt es drei besondere Schutzgebiete (Zone Speciali di Conservazione - ZSC) zum Schutz seltener Arten: Neptungraswiesen, die eine höhere Biodiversität, typische mediterrane Fauna, zahlreiche pelagische Arten sowie Delfine, Streifendelfine und Meeresschildkröten der Art Caretta caretta weisen. Besonders eindrucksvoll ist der felsige Abhang, der zur Secca di Vacazzo in etwa 40 Metern Tiefe hinabführt, in der Nähe des berühmten Strandes Paradiso del Sub in Zambrone.
Die Fondali di Capocozzo – S. Irene erstrecken sich von Briatico bis Capo Vaticano. Vorbei an dem bezaubernden Santa Domenica di Ricadi liegt die Baia di Riaci, zwischen auf dem Meeresboden ruhenden Felsformationen und Unterwasserhöhlen, die es zu erkunden gilt. Während der Tauchgänge lassen sich auch bedeutende Funde der Unterwasserarchäologie bewundern, die unter dem Schutz der Oberaufsicht stehen: In den Gewässern von Sant’Irene befinden sich beispielsweise die Überreste eines römischen Vivariums (antike Fischzuchtanlage) sowie in etwa 30 Metern Tiefe ein Wrack, das von den Einheimischen u’ vapùri genannt wird und heute von Zackenbarschen und Muränen bewohnt ist. Ein weiterer faszinierender Tauchplatz liegt vor der Küste von Tropea: In rund 40 Metern Tiefe ruht ein alter Container zur Korallenzucht, der sich inzwischen zu einem idealen Lebensraum für zahlreiche Arten entwickelt hat, die den Meerespark „Costa degli Dei“ bevölkern.